Springe zum Inhalt

Stadtführung durch Schötmar mal anders Virtuelle Stadtführung mit Stadtführer Jens Leuschner im Stift Schötmar

Stadtführer Jens Leuschner (li.) im Gespräch mit dem stell. Pflegedienstleiter Malte Wallace-Ross (re.).

„Nicht allen Menschen ist es möglich die Stadt zu Fuß zu erkunden.“ begrüßt Stadtführer Jens Leuschner den voll besetzen Veranstaltungsraum im Stift Schötmar. „Aus diesem Grund packe ich regelmäßig meinen Beamer ein und mache eine Stadtführung mal anders“ erzählt er.

Mit viel Witz im Gepäck präsentiert er auf der großen Leinwand Bilder von Straßen und Gebäuden Schötmars – heute und damals. „Schötmar war ein Dorf!“ erzählt er. Schlagbäume markierten damals die Grenzen Schötmars, das alte Spritzenhaus stand noch und es gab noch eine Freibank, bei der es sich nicht um eine Bank im heutigen Sinne handelte, sondern um ein Schlachthaus, in dem Vieh verarbeitet wurde, welches eines natürlichen Todes, also am hohen Alter oder an Überarbeitung gestorben war. Es gab noch einen „Pannstall“ (Pfandstall), in welches das Vieh gebracht wurde, wenn der Bauer seinen Weidepfennig nicht zahlte. Ab und an bricht das Publikum in Gelächter und Getuschel aus. Die alten Zeiten sind für alle fühlbar! Mit Geschichten und Legenden wird das alte Schötmar wieder zum Leben erweckt. So wie die Legende vom alten Bäckerladen, der den besten Platenkuchen (Butterkuchen) backte, weil gegenüber ein Etablissement lag. „Bäcker fangen ja bekanntlich früh an, und er wollte gucken, wer von seinen Kumpels sich um drei oder vier Uhr noch dort rumtrieb. Um aber aus dem Fenster schauen zu können, musste er sich immer auf dem Backtisch abdrücken und bohrte so seine Finger tief in den Teig. In diese Löcher kam der Legende nach die Butter. So wurde der Bäcker stadtbekannt für seinen Platenkuchen.“ erzählt Jens Leuschner. Auch der Galgenstreit sowie die Bahnhofsdiskussion zwischen Schötmar und Salzuflen durften an diesem Nachmittag nicht fehlen.

„Ich bin Salzufler mit Schötmaraner Seele“ sagt er selber über sich und alle lachen und klatschen. „Ich bin im Hoffmannstift geboren, aber nach neun Tagen nahm meine Mutter mich mit nach Hause, nach Schötmar!“ erzählt der Stadtführer schmunzelnd.

Der voll besetze Veranstaltungsraum des Stift Schötmar.