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Reportage Wohngemeinschaft

24 Stunden in einer Senioren-Wohngemeinschaft

Individualität und Eigenständigkeit in der Gemeinschaft

06:59 Uhr – der Wecker klingelt. Mit einem Kribbeln im Bauch werde ich wach.
Es ist Mittwoch, der 15. Februar 2017. Ein normaler Arbeitstag? Nicht für mich!
Heute packe ich nicht meine Arbeitstasche und fahre ins Büro. Heute nehme ich meinen Koffer, denn ich bleibe über Nacht fort.
Die nächsten 24 Stunden lebe ich in einer Senioren-Wohngemeinschaft.
Um mit meinen 32 Jahren das Leben dort realistisch nachempfinden zu können, werde ich streckenweise einen Alterssimulationsanzug tragen.

Aber wozu der ganze Aufwand?
Damit ich mich schon mal darauf vorbereiten kann, wie ich mich in 50 Jahren fühle? Sicher ein Aspekt, aber nicht der Hauptgrund:
„Ambulant vor stationär“ ist das Ziel der Bundesregierung bei der Versorgung von Pflegebedürftigen in Deutschland. Die in Kraft getretenen Pflegestärkungsgesetze II und III fördern dieses Ziel durch höhere Leistungen für ambulante Pflegeangebote.
Die Senioren-Wohngemeinschaft, in die ich einziehen werde, wird ambulant betrieben. Sie soll eine Alternative zum Pflegeheim darstellen.
Doch wie gut ist die Versorgung in so einer WG für Senioren? Wie fühlt es sich an, in dieser Wohnform zu leben? Was zeichnet sie aus? Und was sind ihre Schwachpunkte?

Voller Kofferraum
Jetzt geht es los! Mein Kofferraum ist voll gepackt mit allen Dingen, die ich in den nächsten 24 Stunden benötige.

09:00 Uhr – es wird Zeit diesen Fragen auf den Grund zu gehen.
Viel und schweres Gepäck habe ich dabei. Immerhin 18 Kilogramm wiegt der Alterssimulationsanzug. Viel Platz nimmt der Rollator ein. Des Weiteren habe ich Bettdecke, Kissen und Handtücher dabei. „Wir befinden uns im ambulanten Bereich nicht in einer stationären Pflegeeinrichtung, Frau Tiemann“, höre ich Jürgen Münstermann, stellvertretende Pflegedienstleitung ambulant, schon aus der Ferne zu mir sagen. Was er damit zum Ausdruck bringen will, wird mir klar, als er mich zu meinem Zimmer in die Senioren-Wohngemeinschaft im 1. Obergeschoss vom Stift Schötmar begleitet:
Jeder Mieter – auf diesen Begriff wird hier viel Wert gelegt – bringt wie Zuhause auch seine eigenen Möbel, Lampen und so weiter mit. Die Gemeinschaftsflächen sind vormöbliert, werden aber durch private Gegenstände der Mieter ergänzt. Mir fällt direkt eine alte Eichenvitrine auf. Das schafft Gemütlichkeit.
Mein Zimmer hat bereits ein Bett, einen Nachttisch, einen Schrank, eine Kommode, einen Tisch und zwei Stühle, da es für kurzfristige Aufenthalte genutzt wird.

Selfie mit PDL Münstermann
Jürgen Münstermann begleitet mich auf mein Zimmer. Nach dem Selfie übergibt er mir den Zimmerschlüssel.

Herr Münstermann drückt mir einen Schlüssel in die Hand und wünscht mir einen schönen Aufenthalt.

Endlich angekommen – so vertraut hier

Ich muss mich erstmal setzen und ankommen. Der Geruch in diesem Zimmer kommt mir vertraut vor.

Zimmer Seniorenwohngemeinschaft
Mein Zimmer!

Es riecht wie im Schlafzimmer meiner Großeltern, wenn ich dort als Kind übernachtet habe. Wahrscheinlich sind es die Ausdünstungen des Schrankes, der hier steht. Ein interessantes Modell mit Türen aus Glas und grünen Gardinen als Sichtschutz.
Auch die Lampe hat Schlafzimmercharakter meiner Großeltern – so hölzern.
Ansonsten ist das Zimmer hell und modern. Es bietet mir auf 30 m2 mit barrierefreiem Bad ausreichend Komfort für die nächsten 24 Stunden.

Bevor ich mit meinem Alterungsprozess starte, will ich mich kurz vorstellen und gehe in den Gemeinschaftsraum, welcher direkt an mein Zimmer angrenzt.
Freundlich werde ich von einer Mitarbeiterin begrüßt, die mich zwei Mieterinnen vorstellt. Diese schälen gerade Kartoffeln für das Mittagessen. Margot Herbert* und Lieselotte Köhler* heißen mich herzlich willkommen. Auch Heinrich Osterländer*, den ich auf dem Balkon treffe, nimmt mich positiv auf.
Zurück in meinem Zimmer wird mir schnell klar, wie tief ich, mit meinem Einzug in diese Wohngemeinschaft, in das persönliche Leben der Mieter Einblick erhalte. Aufgrund dessen entscheide ich mich dazu, den Alterssimulationsanzug nur außerhalb dieser Wohngemeinschaft zu tragen. Hier möchte ich den Fokus auf das Kennenlernen der Gemeinschaft und der Atmosphäre legen.

Um 50 Jahre gealtert in nur zehn Minuten

Zehn Minuten Zeit erfordert das Anziehen des Alterssimulationsanzuges.
Er besteht aus einem Overall mit Gewichten, Gewichtsmanschetten für die Fußgelenke, Kniebandagen, Ellenbogenbandagen, Handschuhen, Gewichtsmanschetten für die Hände, einer Gewichtsweste, einer Halskrause, einer Alterssimulationsbrille und einem Gehörschutz.

Mit jedem zusätzlichen Teil des Anzuges fühle ich mich direkt eingeschränkter. Zum Schluss kann ich nicht mehr geradestehen und nehme eine gebückte Haltung ein. Fortbewegen mag ich mich nur noch mit meinem Rollator. Gespräche der Umgebung nehme ich sehr leise wahr und mir wird schwindelig durch die unscharfe Sicht. So fühlt es sich also an mit 82 Jahren.

10:30 Uhr – das Beschäftigungsprogramm in der Tagespflege steht an.
Einige Mieter der Wohngemeinschaften nehmen tageweise die Senioren-Tagespflege in Anspruch. Sie befindet sich im gleichen Gebäude.
Ich mache mich auf den Weg dorthin, um am heutigen Vormittagsprogramm teilzunehmen.

Mit meinem Rollator, der mir sehr viel Stabilität und Sicherheit bietet, bin ich am Fahrstuhl angekommen. Leider steht er nun zwischen mir und dem Fahrstuhlknopf. Zudem kann ich den Knopf nur schwer erkennen und meine grobmotorischen Hände benötigen einen Moment zum Drücken. Schlussendlich komme ich im Fahrstuhl an und kann mich nun zur Erleichterung auf den Rollator setzen – welch ein multifunktionales Hilfsmittel. Jetzt weiß ich, warum die Senioren immer so viel Wert auf die Nähe ihres Rollators legen.

PDL heißt mich willkommen
Pflegedienstleitung Brigitte Düsenberg heißt mich herzlich willkommen in der Tagespflege.

Aufklärung ist wichtig

Endlich angekommen sitzen schon alle im Stuhlkreis. Um nicht für Irritationen zu sorgen, nehme ich kurz meinen Gehörschutz sowie meine Brille ab und erkläre mich. „Zum Glück! Ich dachte schon, so eine junge Frau und so schwer behindert“, ist Elfriede Sommer* froh. Fritz Otto* ist trotz meines Outfits bereit für einen kleinen Flirt: „Sie hätten doch auch bei mir übernachten können.“
Ich fühle mich sofort wohl in der Runde. Das Programm kann starten.

Als erstes singen wir gemeinsam. Wer den Liedtext nicht kennt – und dass waren außer mir nur wenige – erhält eine Liedermappe. „Kein schöner Land in dieser Zeit“ schmettert die Gruppe mit Inbrunst. Ich kann sie dabei nur schwer unterstützen, da ich den Text auf dem Zettel kaum lesen kann. Das starke Konzentrieren auf die Wörter löst zudem bei mir Schwindel aus.
Zum Glück beruhigt sich mein Kreislauf wieder, als der Sitztanz losgeht. Zusammen üben wir eine kleine Choreografie für Karneval ein. Das macht Spaß. Alle sind begeistert dabei. Beim Ausführen der Bewegungen spüre ich allerdings meine Einschränkungen: Arme und Beine wollen nicht dorthin, wo ich sie gerne hätte.

Gedächtnistraining in der Tagespflege
Zum Abschluss des einstündigen Programmes trainieren wir unser Gedächtnis. „Kennen Sie einen weiblichen Vornamen, der mit dem Buchstaben L beginnt, Frau Tiemann?“, fragt mich Auszubildende Melanie Paul. „Lisa“ fällt mir erleichtert ein. Das kleine Druckgefühl, welches ich hatte, weil ich wusste, dass ich gleich an der Reihe bin, löst sich.

Alleine zur Toilette geht nicht

Zum Ende des Beschäftigungsprogrammes merke ich, dass ich zur Toilette muss. Aber wie stelle ich das jetzt an? So ein Ärgernis – das hatte ich gar nicht bedacht! Alleine zur Toilette geht nicht, also nehme ich mir Unterstützung mit – so ist das halt mit 82 Jahren.

12:00 Uhr – zurück in meiner Wohngemeinschaft ziehe ich mir den Anzug aus und gehe zum Mittagessen. Dieses findet im gemütlichen Gemeinschaftsbereich statt. Dort duftet es schon nach Hausmannskost. „Die Mieter haben sich für heute Stippgrütze gewünscht“, verrät mir Alltagsbegleiterin Christiane Heinze-Rosenstengel. Als Beilage gibt es die Kartoffeln, die die Mieterinnen heute Morgen geschält haben.

Tagsüber werden die Mieter von ein bis zwei Alltagsbegleiterinnen in ihrem Alltag unterstützt; zum Beispiel bei der Mahlzeitenversorgung. In der Nacht ist eine Pflegefachkraft vor Ort und die pflegerischen Leistungen werden vom ansässigen Ambulanten Dienst übernommen.

Ein Gebet zu Beginn der Mahlzeit

Bevor ich mich an den Tisch setze, stelle ich mich noch drei weiteren Mietern vor. Eine Mieterin ist heute in der Tagespflege. Insgesamt leben acht Senioren hier.
Ich sitze neben Lieselotte Köhler* und Manfred Hirsch*. Wir beginnen ein Gespräch.
„Wollen wir dann erstmal beten“, höre ich Herbert Lange* vom Tischende aus sagen. Alle Mieter sind sofort dabei und Herr Lange* spricht das „Vaterunser“. Anschließend wird gegessen – in einer fast erschreckenden Ruhe. Trotzdem ist keiner für sich, sondern jeder achtet auf den anderen; zum Beispiel bei der Getränkeversorgung. Erst wenn alle fertig sind, ziehen sich die ersten Mieter zurück. Von den übrigen Mietern erfahre ich, dass sie viel Wert auf ihre Eigenständigkeit legen. Individualität und die Möglichkeit in die Gemeinschaft zu kommen und zu gehen, wann sie wollen, ist ihnen wichtig.
Auch Heinrich Osterländer* schätzt diese Werte, ihm fehlt jedoch eine Skatrunde.

Gespräch nach dem Mittagessen
Nach dem Mittagessen berichten mir einige Mieter, was ihnen an der Wohngemeinschaft besonders gut gefällt und was noch verbesserungswürdig ist.

Während der folgenden Mittagsruhe teste ich ein paar Alltagssituationen mit dem Alterssimulationsanzug. So stelle ich zum Beispiel fest, dass es für mich fast unmöglich ist, Treppen zu steigen.

15:00 Uhr – es ist Zeit für den Nachmittagskaffee.
Da ich gehört habe, dass sich in allen drei Wohngemeinschaften unterschiedliche Gruppen gebildet haben, gehe ich mit dem Anzug zum Kaffeetrinken in die Wohngemeinschaft im Erdgeschoss.

Als erstes fällt mir hier der Geruch von Zigarettenrauch auf. Viele Mieter dieser Gemeinschaft sind Raucher und dürfen natürlich auch in ihren Zimmern rauchen. Im Gemeinschaftsbereich ist es selbstverständlich untersagt.

So klein ist die Welt

Bei meinem Eintreffen ist sich die Gruppe laut am Unterhalten. Mir fällt auf, dass sich geduzt wird. Dass ich den Anzug beim Kaffeetrinken tragen werde, stört hier niemanden und so kommen wir schnell ins Gespräch über Gott und die Welt.
Maria Maier* hat Besuch von ihrer Cousine Ursula Kraft*. Beide erzählen mir angeregt von ihrem Leben; unter anderem von ihren Großeltern, die eine Pension in der Hochstraße in Bad Salzuflen betrieben haben. „In jedem Zimmer gab es ein Waschbecken. Und wissen Sie was? Ich bin dort sogar geboren“, verrät mir Maria Maier*. In jedem Zimmer ein Waschbecken – bei mir macht es Klick. So war das Haus ausgestattet, in welchem ich als Jugendliche mit meiner Familie gewohnt habe, bevor wir es renoviert hatten. „Hochstraße 18?“, frage ich. Ja, ist die Antwort von Frau Maier*. Ich kläre sie auf, wir müssen schmunzeln – so klein ist die Welt!

Besuch SWG EG
Viele spannende Geschichten haben die Mieter der Senioren-Wohngemeinschaft im Erdgeschoss erzählt.

Auch Waltraud Westermeyer* erzählt mir aus ihrem Leben. Sie stammt aus dem Rheinland und musste sich erst an die ostwestfälische Mentalität gewöhnen. „Mittlerweile bin ich aber durch und durch Lipperin“, verrät sie mir.
Im Laufe des Gespräches hat sie meinen Anzug gar nicht mehr wahrgenommen und sagt zum Schluss: „Sie Arme haben wohl auch Probleme mit der Halswirbelsäule.“ Dabei deutet sie auf meine Halskrause.

Nach vielen spannenden Gesprächen will ich die Wohngemeinschaft im Erdgeschoss wieder verlassen. Als sich die Automatiktür öffnet, kommt mir der Bürgermeister der Stadt Bad Salzuflen Roland Thomas entgegen. Er schaut sich zufällig genau heute die Senioreneinrichtung an – so klein ist die Welt!
Gespannt lässt er sich von mir über meine bisherigen Erlebnisse informieren und macht mit mir sowie der Geschäftsführung der Stift Schötmar gGmbH ein Selfie.

Selfie mit dem Bürgermeister
So klein ist die Welt! Zufällig besichtigt Bürgermeister der Stadt Bad Salzuflen Roland Thomas (2.v.l.) das Stift Schötmar. Geschäftsführer Christina Dolls und Christoph Fritsche zeigen ihm die Einrichtung. Spontan ist er bereit zu einem Selfie.

Im Anschluss kehre ich zurück in mein Zimmer. Auf dem Weg dorthin sehe ich, dass etwas im Gemeinschaftsraum passiert. Ich entschließe mich, den Anzug auszuziehen und der Sache auf den Grund zu gehen.

Jeder kann, keiner muss

Margot Herbert* und Lieselotte Köhler* basteln zusammen mit Alltagsbegleiterin Sabine Friesen. „Darf ich mitmachen?“, frage ich sie. „Klar!“
Auch hier ist Karneval das Thema. Wir malen Clownsgesichter aus.
Zu verschiedenen Anlässen wird gemeinsam die Dekoration gefertigt. Jeder kann, keiner muss mitmachen. Und so erfahre ich, dass es hier mehrere Mieter gibt, deren Leidenschaft nicht das kreative Gestalten ist.

Vor dem Abendessen ziehe ich mich auf mein Zimmer zurück und lasse die bisherigen Eindrücke auf mich wirken.

18:00 Uhr – gemeinsames Abendessen
Pünktlichkeit ist nicht meine Stärke. Dennoch schaffe ich es auf Punkt 18:00 Uhr am Tisch zu sitzen. Ich habe den Eindruck, als ob ich spät dran wäre, da alle schon am Essen sind und kein Gebet gesprochen wird. Da fällt mir ein Satz ein, den mein Mann öfter zu mir sagt: „Pünktlichkeit ist fünf Minuten vor der Zeit.“ Ich nehme mir vor, das so zum Frühstück umzusetzen.
Das Abendessen läuft genauso ruhig ab, wie das Mittagessen. Wieder achtet jeder auf den anderen. Gemeinsam gefrühstückt wird um 08:00 Uhr, erfahre ich.
Als alle fertig sind, machen sich die ersten Mieter auf den Weg in ihre Zimmer und wünschen sich eine angenehme Nachtruhe. Gerda Schiller*, die den Tag in der Tagespflege verbrachte, räumt den Tisch ab.

Der Abend ist noch nicht zu Ende

Lieselotte Köhler* flüstert Margot Herbert* etwas zu. Daraufhin schaut sie mich an und fragt: „Haben Sie Lust ‚Mensch ärger dich nicht‘ zu spielen?“ „Oh ja!“, ist meine Antwort.
Lieselotte Köhler* geht an eine Schublade, holt das Spiel heraus und wir setzen uns an einen Tisch. „Darf ich mitmachen?“, fragt Gerda Schiller*. „Selbstverständlich!“
Bei einer spannenden Partie werfen wir uns mit Freude aus dem Spiel.
Gegen 20:00 Uhr beginnt auch für uns die Nachtruhe.

Angenehme Ruhe

Jetzt bin ich kaputt und voller Eindrücke.

Kennenlernen Nachtwache
Gegen 21:00 Uhr lerne ich Nachtwache Kerstin Gallinat kennen. Sie ist Pflegefachkraft und trägt in der Nacht die Verantwortung.

Nach dem Kennenlernen der Nachtwache mache ich mich bettfertig und schlafe direkt ein. Immer wieder werde ich in der Nacht wach. Jedes Mal nehme ich die Ruhe wahr, die hier herrscht.

06:59 Uhr – der Wecker klingelt. Ich bin nicht in meinem Bett, das lässt mich mein Körper direkt spüren. Muskelkater vom Tragen des Anzuges macht sich zudem bemerkbar. Dennoch stehe ich schnell auf.

07:55 Uhr – mein Plan geht auf. Fünf Minuten vor der Zeit scheint tatsächlich angebracht zu sein. Fast alle Mieter sitzen bereits am Tisch. Erstmalig nehme ich eine Mitarbeiterin vom Ambulanten Dienst wahr, die aus einem Zimmer kommt.
„Wollen wir dann erstmal beten“, höre ich Herrn Lange* sagen.
Im Anschluss beginnen alle zu frühstücken. Genauso wie beim Abendbrot ist die Auswahl üppig. Wer Hilfe benötigt, bekommt sie von Alltagsbegleiterin Beate Kaschke. Wieder geht es ruhig zu, aber jeder achtet auf den anderen. Zum Abschluss der Mahlzeit bedanke ich mich bei allen. „Das ist aber schade, dass Sie schon gehen“, sagt Lieselotte Köhler* und ich werde etwas verlegen.

Auf Wiedersehen
Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen in 50 Jahren 🙂

09:00 Uhr – Schlüsselrückgabe und Zeit nach Hause zu fahren. Vielleicht komme ich ja in 50 Jahren wieder – nicht als Gast, sondern als Mieterin.

 

*alle Namen der Mieter und Gäste wurden geändert

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