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25. Dienstjubiläum

Fünf Erinnerungen aus 25 Jahren

Vorstand Christoph Fritsche feiert Silberhochzeit mit dem Stift

„Es gab einen lauten Knall. Herr Fritsche, Sie müssen sofort kommen – da ist bestimmt was Schlimmes passiert“, hörte sozialpflegerischer Vorstand des Evangelischen Stiftes zu Wüsten Christoph Fritsche am 06. Januar 2004 seine Kollegin Melanie Büschemann am Telefon sagen.
„Daraufhin bin ich direkt losgelaufen und staunte nicht schlecht als ich den umgestürzten Baukran sah“, berichtet Christoph Fritsche. Das Stift zu Wüsten befand sich zu dieser Zeit in einer großen Neu- und Umbauphase des Pflegeheimes. „Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Der Kran ist so gefallen, dass lediglich Fahrzeuge beschädigt wurden“, fügt er immer noch erleichtert an.
Durch den Vorfall erlangte das Stift über die regionalen Grenzen hinaus an Bekanntheit, denn mehre Fernsehteams waren binnen kürzester Zeit vor Ort.

Kranunfall
Am 06. Januar 2004 stürzte während der Neu- und Umbaumaßnahmen des Pflegeheimes der Baukran um. Zum Glück ist niemand zu Schaden gekommen.

„Aber nicht nur dieses Ereignis sondern die gesamte Bauphase von 2002 bis 2004 war eine entscheidende Zeit für mich. Wir haben schon damals die Voraussetzungen für die ab 2018 geforderte Einzelzimmerquote in Nordrhein Westfalen erfüllt“, ist er stolz. Das Stift zu Wüsten hat seit dem 122 Pflegeplätze in 94 Einzelzimmern und 14 Doppelzimmern.
2004 war das Stift bereits eine sehr gut aufgestellte Senioreneinrichtung mit stationärer Pflegeeinrichtung, Seniorenwohnungen, Betreutes Wohnen, Essen auf Rädern und Ambulanten Pflegedienst.

Doch irgendwann war klar, dass die Entwicklung auch außerhalb von Wüsten weitergehen muss. Mit der Gründung des Ambulanten Pflegedienstes im Jahr 2000 wurden dafür bereits die Weichen gestellt. Mittlerweile werden 280 Kunden ambulant versorgt und es bestehen Betreuungsverträge mit über 60 Haushalten in den Seniorenresidenzen an der Parkstraße. „Wir haben unsere Angebote kontinuierlich den Bedürfnissen unserer Zielgruppe angepasst und ab 2010 damit begonnen Konzepte zum Ausbau unserer ambulanten Dienstleistungen zu entwickeln. Ergebnis daraus ist das Stift Schötmar“, beschreibt Fritsche die besondere Erweiterung des Mutterhauses Stift zu Wüsten. An einem neuen Standort, aber mit gewohnter Stiftsqualität, bietet der mittlerweile größte Altenpflegeanbieter Bad Salzuflens seit 2016 Seniorenwohngemeinschaften, Tagespflege, Seniorenwohnungen, ambulante Pflege und einen Mittagstisch an.

Bewohnerbeirat besuch Tagespflege
Sozialpflegerischer Vorstand und Jubilar Christoph Fritsche zeigt dem Bewohnerbeirat vom Stift zu Wüsten die Tagespflege vom Stift Schötmar. (v.r.) Pflegedienstleitung Brigitte Düsenberg und Tagespflegegast Edda Wilkenloh freuen sich über die Besucher.

Am 17. August 1992 ahnte der 26-jährige Praktikant Christoph Fritsche wohl noch nichts von der Entwicklung der kommenden 25 Jahre. Er saß zu Beginn in einer kleinen Kammer im Betreuten Wohnen des Stiftes und erledigte seine Arbeiten im Rahmen des Anerkennungsjahres als Sozialarbeiter. Dieses konnte er sogar verkürzen, da er als ständige stellvertretende Pflegedienstleitung eingestellt wurde. 1993 arbeitete er erst kommissarisch als Heimleitung, seit August des Jahres gehört er offiziell zum Leitungsteam. Damit startete eine turbulente Zeit für ihn, in der viele Umstrukturierungen stattfanden, er berufsbegleitend eine Ausbildung mit Schwerpunkt Sozialmanagement inklusive Heimleiterqualifikation absolvierte und in der seine beiden Söhne (1993 und 1996) geboren wurden.
„Meine Anfangszeit ist beispielhaft für meine gesamte Zeit im Stift. Es gab nie einen Stillstand. Starke Entwicklung und Erweiterung unserer Angebote stand immer auf der Agenda von meinen Vorstandskollegen und mir. So ist es möglich, dass das Stift 2017 an zwei Standorten alle Versorgungsangebote der heutigen Altenhilfe anbietet und 270 Mitarbeiter beschäftigt“, beschreibt der sozialpflegerische Vorstand die konstruktive sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinen kaufmännischen Kollegen Jürgen Reinert (1992 bis 2008) und Christina Dolls (seit 2009). „Für uns steht immer der Mensch – also der Bewohner, Kunde und Mitarbeiter – im Vordergrund“, fügt er an.

Angst hatte Christoph Fritsche um diese Menschen als er im Jahr 1997 kurz vor Weihnachten nachts um 3 Uhr einen Anruf aus dem Stift erhielt. „Ein Brand im Speiseraum vom Betreuten Wohnen war der Grund. Ich habe mich sofort auf den Weg zum Stift gemacht und bin zusammen mit dem Rettungswagen auf den Hof gefahren. Meine Sorge war groß, dass jemanden etwas passiert ist“, verrät er. Beim Betreten des Stiftes war jedoch schnell klar, dass die Sprinkleranlage den in brand geratenen Adventskranz gelöscht hat. „Das Wasser hat mehr Schaden angerichtet als das Feuer“, schmunzelt er. Seit dem ist im Stift offenes Licht verboten. „Mir ist es wichtig, dass es den Menschen, die hier leben und arbeiten gut geht und dafür möchte ich auch in den kommenden Jahren Sorge tragen.“

25. Dienstjubiläum Christoph Fritsche

Am 17. August 2017 feiert der 51-jährige sozialpflegerische Vorstand (3.v.r.) seine Silberhochzeit mit dem Stift und blickt dankbar zurück: „An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitarbeitern ganz herzlich bedanken! Jede und jeder von Ihnen erbringt in Ihrem Bereich mit Ihrer Leistung einen wichtigen Beitrag zum Betrieb des Stiftes und vor allen Dingen zum Wohle des Bewohners, Patienten und Kunden! Einen herzlichen Dank richte ich auch an meine Frau und ehemalige Weggefährten.“